Ausgewiesene Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern | Copyright © 2005-2022 Antje Schmidt Webdesign Stephan Schmidt
Altes Land
Das Alte Land
Das   Alte   Land , im Urstromtal der Elbe gelegen, ist mit über 10 Millionen Obstbäumen Deutschlands größtes geschlossenes Obstanbaugebiet. Im Frühjahr, zur Obstblüte zeigt sich die ganze Landschaft in einem Meer von weißen und rosa Blüten. Viele Obstbauern bieten das ganze Jahr ihr erntefrisches Obst und viele weitere Altländer Köstlichkeiten direkt an ihren idyllischen Fachwerkhöfen und an zahlreichen Straßenständen zum Verkauf an. Der Name Altes Land hat nichts mit „alt“ zu tun, sondern weist auf die Besiedlungsgeschichte hin. Auf Plattdeutsch heißt das Gebiet Olland (hochd. „Altland“). Dieser Name geht auf die Kolonisierung durch niederländische Kolonisten zurück. Als Begründer des Alten Landes gilt Priester Hendrik aus Jacobswoude, dessen Wirken urkundlich belegt ist. Der erste Kolonisierungsvertrag, datiert von 1113, wurde unter Erzbischof Friedrich I. von Bremen abgeschlossen. Auch der Name der Altländer Gemeinde Hollern geht auf die Holländer zurück. Das Alte Land verfügte seit dem Mittelalter über eine Selbstverwaltung, zuletzt seit 1885 in Gestalt des preußischen Landkreises Jork , der neben dem Alten Land auch die Stadt Buxtehude und die Gemeinde Neuland umfasste. Seit 1993 erinnert ein Denkmal vor der St.-Martini-et-Nicolai-Kirche in Steinkirchen an Priester Hendrik, übersetzt Mönch Heinrich. Geografie Das Alte Land ist in drei Meilen gegliedert, die Erste, Zweite und Dritte Meile. Diese Meilen stellen Zonen entlang des Elbufers dar. Die Erste Meile, zwischen den Flüssen Schwinge und Lühe, wurde zuerst eingedeicht und (um 1140) besiedelt. Die Zweite Meile umfasst das östlich davon gelegene Gebiet zwischen Lühe und Este, dessen Eindeichung Ende des 12. Jahrhunderts abgeschlossen war. Die Eindeichung der Dritten Meile zwischen Este und Süderelbe wurde erst Ende des 15. Jahrhunderts abgeschlossen, da das Gebiet besonders stark durch Sturmfluten gefährdet und betroffen war. Aufgrund der Fruchtbarkeit des Bodens bildete sich eine besondere bäuerliche Kultur aus. Die Dörfer sind Marschhufendörfer, bei denen die Höfe an der Straße liegen und das Land gleich hinter den Höfen beginnt. Kennzeichnend sind reich verzierte Bauernhäuser sowie insbesondere die typischen Prunkpforten. Das   Alte   Land zählt zu den beliebtesten Radwandergebieten des Nordens! Ob ein Borsteler Kirche - P r u n k t ü r " W e r t h ´ s c h e r H o f " g e m ü t l i c h e r Spaziergang am Deich, eine Schiffs-tour auf der Este oder eine interessante Fahr- radtour - die klare Luft hilft, sich schon nach ein paar Tagen so richtig erholt zu fühlen. Ob Sie allein oder zu zweit Urlaub machen: die einzigartige Landschaft macht einfach Lust aufs Draußensein. (Textquellen: u.a. aus Wikipedia. Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc. http://de.wikipedia.org)
Obstbau Erstmals schriftlich erwähnt wird der Obstanbau an der Niederelbe im Stadtbuch von Stade , wo am 25. März 1312 von einem innerhalb der Stadt gelegenen Pomarium (Obstgarten) der Herren des Klosters Sankt Georg die Rede ist. Im 17. Jahrhundert wurde bereits auf 200 ha Obst angebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Obstbau zur dominierenden Nutzung im Raum und beherrscht somit seit über 150 Jahren das Gebiet. Heute reifen auf 10.700 ha Äpfel, Kirschen, Birnen usw. 77 Prozent der Obstbäume im Obstbaugebiet Altes Land sind Äpfel und 12,7 Prozent Kirschen. Im gesamten Alten Land ist ein Brauch verbreitet: Um die weit verbreiteten Kirschbäume vor räuberischen Vögeln, hauptsächlich vor Staren (auf platt-deutsch Spreen) zu schützen, stellen die Landwirte in den Sommermonaten mit Propangas betriebene K n a l l a p p a r a t e ( a u c h K i r s c h b ö l l e r , " S p r e e n k a n o n e " oder Spreenhüter genannt) in die Obsthöfe. Diese ersetzten seit Ende der 1980-er Jahren nach und nach die bis dahin h a u p t s ä c h l i c h v e r w e n d e t e n "Klappermühlen" (kleine Windmühlen an langen Stangen, die laute klappernde Geräusche von sich geben) und das Spreenhüten mit Handklappern und Rufen (verbreitet waren z.B. "Hoi hoi hoi"- und "Schu schu"-Rufe). Diese kanonenähnlichen Apparate verursachen Explosionen, die täglich bis zu 15 Stunden lang je nach Windrichtung kilometerweit zu hören sind. Heute wird diese Technik mehr und mehr von Vogelschutznetzen verdrängt, die kurz vor Beginn der Kirschenzeit über die Baumreihen gezogen werden. Ein schönes Touristenziel ist die auf einem Stück Schlafdeich gelegenen Mühle im Ortsteil Borstel (Jork). Hervorzuheben ist auch das Rathaus der sogenannte Gräfenhof dessen Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Insbesondere das Trauzimmer im 1. Stock ist sehr gut und stilecht erhalten. Lühe-Schulau-Fähre Die Lühe-Schulau-Fähre GmbH wurde 1918 von Kaufleuten, Lotsen und Obstbauern aus Grünendeich , Wedel und Hamburg gegründet. In den Anfangsjahren diente sie hauptsächlich zur Beförderung von Frachten. Seit 2012 verkehrt nun das ganz neue Fährschiff DAT OLE LAND II regelmäßig zwischen Lühe und Schulau und ist ein schöner Anziehungspunkt für Touristen, die mit oder ohne Fahrrad die Elbe queren möchten. Am Nordufer im Fährhaus Schulau werden jetzt seit 60 Jahren ein- und auslaufende Schiffe am Willkomm Höft - Wedel mit ihrer Nationalhymne begrüßt oder verabschiedet. Die Fähre von Cranz nach Blankenese Wer zu Fuß oder per Fahrrad von einem Elbufer zum nächsten will, kann das auch mit der Fähre von Cranz . Die Verbindung vom Anleger in Cranz , in unmittelbarer Nähe des Sperrwerks zur Este gelegen, wird mit nur einem Fährschiff bewältigt. Es handelt sich um die kleine "Fährmann", die morgens um 6.00 Uhr erstmals von Cranz aus ablegt und danach im Stundenrhythmus einmal übersetzt.
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Altes Land
Das Alte Land
Das Alte   Land , im Urstromtal der Elbe gelegen, ist mit über 10 Millionen Obstbäumen Deutschlands größtes geschlossenes Obstanbaugebiet. Im Frühjahr, zur Obstblüte zeigt sich die ganze Landschaft in einem Meer von weißen und rosa Blüten. Viele Obstbauern bieten das ganze Jahr ihr erntefrisches Obst und viele weitere Altländer Köstlichkeiten direkt an ihren idyllischen Fachwerkhöfen und an zahlreichen Straßenständen zum Verkauf an. Der Name Altes Land hat nichts mit „alt“ zu tun, sondern weist auf die Besiedlungsgeschichte hin. Auf Plattdeutsch heißt das Gebiet Olland (hochd. „Altland“). Dieser Name geht auf die Kolonisierung durch niederländische Kolonisten zurück. Als Begründer des Alten Landes gilt Priester Hendrik aus Jacobswoude, dessen Wirken urkundlich belegt ist. Der erste Kolonisierungsvertrag, datiert von 1113, wurde unter Erzbischof Friedrich I. von Bremen abgeschlossen. Auch der Name der Altländer Gemeinde Hollern geht auf die Holländer zurück. Das Alte Land verfügte seit dem Mittelalter über eine Selbstverwaltung, zuletzt seit 1885 in Gestalt des preußischen Landkreises Jork , der neben dem Alten Land auch die Stadt Buxtehude und die Gemeinde Neuland umfasste. Seit 1993 erinnert ein Denkmal vor der St.-Martini-et-Nicolai-Kirche in Steinkirchen an Priester Hendrik, übersetzt Mönch Heinrich. Geografie Das Alte Land ist in drei Meilen gegliedert, die Erste, Zweite und Dritte Meile. Diese Meilen stellen Zonen entlang des Elbufers dar. Die Erste Meile, zwischen den Flüssen Schwinge und Lühe, wurde zuerst eingedeicht und (um 1140) besiedelt. Die Zweite Meile umfasst das östlich davon gelegene Gebiet zwischen Lühe und Este, dessen Eindeichung Ende des 12. Jahrhunderts abgeschlossen war. Die Eindeichung der Dritten Meile zwischen Este und Süderelbe wurde erst Ende des 15. Jahrhunderts abgeschlossen, da das Gebiet besonders stark durch Sturmfluten gefährdet und betroffen war. Aufgrund der Fruchtbarkeit des Bodens bildete sich eine besondere bäuerliche Kultur aus. Die Dörfer sind Marschhufendörfer, bei denen die Höfe an der Straße liegen und das Land gleich hinter den Höfen beginnt. Kennzeichnend sind reich verzierte Bauernhäuser sowie insbesondere die typischen Prunkpforten. Das   Alte   Land zählt zu den beliebtesten Radwandergebieten des Nordens! Ob ein Borsteler Kirche - P r u n k t ü r " W e r t h ´ s c h e r H o f " g e m ü t l i c h e r Spaziergang am Deich, eine Schiffs-tour auf der Este oder eine interessante Fahr-radtour - die klare Luft hilft, sich schon nach ein paar Tagen so richtig erholt zu fühlen. Ob Sie allein oder zu zweit Urlaub machen: die einzigartige Landschaft macht einfach Lust aufs Draußensein.
Obstbau Erstmals schriftlich erwähnt wird der Obstanbau an der Niederelbe im Stadtbuch von Stade , wo am 25. März 1312 von einem innerhalb der Stadt gelegenen Pomarium (Obstgarten) der Herren des Klosters Sankt Georg die Rede ist. Im 17. Jahrhundert wurde bereits auf 200 ha Obst angebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Obstbau zur dominierenden Nutzung im Raum und beherrscht somit seit über 150 Jahren das Gebiet. Heute reifen auf 10.700 ha Äpfel, Kirschen, Birnen usw. 77 Prozent der Obstbäume im Obstbaugebiet Altes Land sind Äpfel und 12,7 Prozent Kirschen. Im gesamten Alten Land ist ein Brauch verbreitet: Um die weit v e r b r e i t e t e n Kirschbäume vor r ä u b e r i s c h e n V ö g e l n , h a u p t s ä c h l i c h vor Staren (auf p l a t t - d e u t s c h Spreen) zu schützen, stellen die Landwirte in d e n S o m m e r m o n a t e n mit Propangas betriebene Knallapparate (auch Kirschböller, "Spreenkanone" oder Spreenhüter genannt) in die Obsthöfe. Diese ersetzten seit Ende der 1980-er Jahren nach und nach die bis dahin hauptsächlich verwendeten "Klappermühlen" (kleine Windmühlen an langen Stangen, die laute klappernde Geräusche von sich geben) und das Spreenhüten mit Handklappern und Rufen (verbreitet waren z.B. "Hoi hoi hoi"- und "Schu schu"-Rufe). Diese kanonenähnlichen Apparate verursachen Explosionen, die täglich bis zu 15 Stunden lang je nach Windrichtung kilometerweit zu hören sind. Heute wird diese Technik mehr und mehr von Vogelschutznetzen verdrängt, die kurz vor Beginn der Kirschenzeit über die Baumreihen gezogen werden. Ein schönes Touristenziel ist die auf einem Stück Schlafdeich gelegenen Mühle im Ortsteil Borstel (Jork). Hervorzuheben ist auch das Rathaus der sogenannte Gräfenhof dessen Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Insbesondere das Trauzimmer im 1. Stock ist sehr gut und stilecht erhalten. Lühe-Schulau-Fähre Die Lühe-Schulau-Fähre GmbH wurde 1918 von Kaufleuten, Lotsen und Obstbauern aus Grünendeich , Wedel und Hamburg gegründet. In den Anfangsjahren diente sie hauptsächlich zur Beförderung von Frachten. Seit 2012 verkehrt nun das ganz neue Fährschiff DAT OLE LAND II regelmäßig zwischen Lühe und Schulau und ist ein schöner Anziehungspunkt für Touristen, die mit oder ohne Fahrrad die Elbe queren möchten. Am Nordufer im Fährhaus Schulau werden jetzt seit 60 Jahren ein- und auslaufende Schiffe am Willkomm Höft - Wedel mit ihrer Nationalhymne begrüßt oder verabschiedet. Die Fähre von Cranz nach Blankenese Wer zu Fuß oder per Fahrrad von einem Elbufer zum nächsten will, kann das auch mit der Fähre von Cranz . Die Verbindung vom Anleger in Cranz , in unmittelbarer Nähe des Sperrwerks zur Este gelegen, wird mit nur einem Fährschiff bewältigt. Es handelt sich um die kleine "Fährmann", die morgens um 6.00 Uhr erstmals von Cranz aus ablegt und danach im Stundenrhythmus einmal übersetzt. (Textquellen: u.a. aus Wikipedia. Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc. http://de.wikipedia.org / Alle Rechte der Herausgeber vorbehalten.)